Gelände Buggy Marke Eigenbau

Gelände-Buggy Marke Eigenbau – Karrieretag Soest präsentiert studentische Projekte

Neben ihrem Studium bauen vier Soester Maschinenbaustudenten ein Offroad-Mobil aus alten Teilen und selbst Konstruiertem. Der Motor stammt vom alten Suzuki-Motorrad, Antriebswelle und Radlager von einem ausgeschlachteten Mercedes. Karosserie, Schaltung und Antriebsstrang aber haben die angehenden Maschinenbauer selbst entworfen und gefertigt.

Es ist ein Prototyp der nur auf eigenen Feldern oder Rallyes eingesetzt werden soll. Aber schon sprechen die vier Motorsportbegeisterten von dem Nachfolgemodell mit TÜV-Abnahme und Fertigung in Kleinserie. „Wir testen uns ein“, schmunzelt Alexander Schäfer (34). Er hatte die ursprüngliche Idee zu diesem Gefährt. Bereits vor dem Studium hatte er angefangen, doch irgendwann blieb alles liegen. Als einige Kommilitonen davon erfuhren, leckten sie Blut und sagten sich „gemeinsam sind wir stark“. Dann trafen sie Prof. Dr. Reinhard Spörer auf der Kirmes. Der lud sie ein, ihr Gefährt beim Karrieretag der Fachhochschule Südwestfalen zu präsentieren und bot finanzielle und praktische Unterstützung an. So kann das Quartett nicht nur die im Studium erworbenen CAD-Kenntnisse, sondern auch Maschinen auf dem Campus Soest nutzen.

So geht es seither geht es in großen Schritten voran mit dem Recycling-Gelände-Buggy made in Salzkotten, hier wohnen die vier jungen Maschinenbauer. 200 Stunden CAD und über 400 praktische Arbeit überschlägt Markus Auer (24). Für ihn wie für Tobias Tröster (25) sind das nebenbei tolle praktische Erfahrungen. Beide haben nach dem Abi direkt mit dem Studium begonnen.
„Theoretische bringt der Buggy 200 Stundenkilometer“, sagt Christoph Winzek (27). Als gelernter Industriemechaniker bringt er als einziger eine entsprechende praktische Berufsausbildung in das Projekt ein. Aber dieser Wert sei theoretisch; genauso wie der Vergleich mit einem üblichen Kleinwagen: „Bei uns trägt jedes PS nicht einmal 5 Kilogramm. Bei einem Kleinwagen mit 1.000 Kilo Gesamtgewicht muss eine Pferdestärke das dreifache antreiben.“

Bei aller Motorliebe, das Studium geht vor: Alle vier sind im siebten Semester und steuern direkt auf ihr Diplom zu; ab Sommer wollen sie ihre Diplomarbeiten schreiben. Aber einen praktischen Mehrwert für ihr Studium bescheinigt auch Prof. Dr. Reinhard Spörer dem Quartett: „Es ist eine grundsätzliche, wichtige Erfahrung, etwas am Rechner zu entwerfen und dann tatsächlich praktisch umzusetzen.“ Nebenbei hätten die vier beim Bau ihres Prototyps einiges über CAD, Wärmelehre, Autoelektrik, Fahrwerksmechanik und Motortechnik gekernt. So ist der Gelände-Buggy nicht nur lautstarkes Männerhobby.

Der Öffentlichkeit präsentiert wird der Gelände-Buggy beim Karrieretag Soest, am Do. 08. April 2010 auf dem Soester Hochschulcampus. Daneben werden zwei weitere studentische Projekte aus dem Automotive-Bereich gezeigt. | aoh

Karrieretag Soest
Studentische Projekte auf dem Karrieretag Soest

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Aus mancher „Schnappsidee“ wurde schließlich ein großer Wurf.
Das Projekt, das wir Ihnen vorstellen möchten, wurde auf der Soester Allerheiligenkirmes geboren: Vier Soester Maschinenbau-Studenten trafen ihren Professor, der sie zu einem Bier einlud: Alexander Schäfer, Prof. Dr. Reinhard Spörer, Christoph Winzek und Markus Auer (v.l.n.r.). Nicht im Bild ist Tobias Tröster (25), der gerade in England ein Auslandssemester absolviert.

Die Ingenieur-Ausbildung hat in Soest eine 45-jährige, die Agrarwirtschaft sogar eine über 80-jährige Tradition. Seit 2002 sind die drei Soester Fachbereiche unter dem Dach der Fachhochschule Südwestfalen zusammengefasst. Weitere Standorte bestehen in Hagen, Iserlohn und Meschede; ein neuer Studienort wird derzeit in Lüdenscheid aufgebaut.
Die „Hochschule für Technik und Wirtschaft“ hat ihre Schwerpunkte in den Bereichen: Ingenieurwissenschaft, Naturwissenschaft, Informations- und Kommunikationstechnik, Wirtschaft, sowie Agrarwirtschaft.

Mit insgesamt über 8.000 Studierenden zählt die Fachhochschule Südwestfalen die zu den großen Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen – aber sie ist alles andere als eine anonyme Massenhochschule. Durch die geographische Aufteilung und teilweise unterschiedliche Entwicklung ist an den einzelnen Standorten ein sehr individuelles Studium möglich. Persönliche Betreuung und direkter Kontakt zu Professoren gehören zum Studienalltag.
Am Standort Soest sind derzeit 1.999 Studierende eingeschrieben, die sich fast gleichmäßig auf drei Fachbereiche verteilen.

Autor / Kontakt:
Fachhochschule Südwestfalen – Standort Soest
Herr Arp Hinrichs
Soest
Fon: 02921 /378-461
URL: http://www.fh-swf.de/soest

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